Die Auflösung der Erbengemeinschaft:

Natürlich sind die Miterben nicht auf ewig verpflichtet, miteinander in Erbengemeinschaft zu verbleiben.

Jeder Miterbe kann -unabhängig von der Größe des Erbteils- die Auflösung der Erbengemeinschaft verlangen.

Das bedeutet, dass die Gemeinschaft letztlich zwischen den Miterben geteilt wird
(= Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft).

Die Auflösung der Erbengemeinschaft: - Bildeasy-contact-button
Als Grundprinzip sollen die Nachlassverbindlichkeiten beglichen werden und danach der Überschuss verteilt werden. Bei Geldvermögen bedeutet dies, dass jeder den ihm zustehenden Anteil bekommt, A, B und C im Beispielsfall nach dem Verkauf oder der Versteigerung also je 1/3 erhalten.

Auseinandersetzungsvertrag:
Hat der Erblasser keine Regelung getroffen, so wird die Auseinandersetzung durch die Miterben selbst bestimmt. Hierzu ist es nötig, einen Vertrag über die Auseinandersetzung zu schließen.


Teilungsanordnung:

Ist ein Testament vorhanden, so hat der Erblasser in vielen Fällen bereits Anordnungen getroffen, wie die Auseinandersetzung des Nachlasses zwischen den Miterben zu erfolgen hat, eine so genannte Teilungsanordnung. Diese Regelung lässt jedoch die Erbteilshöhe als solche unberührt. Soll A z.B. den Schmuck der Mutter erhalten, so ist der Wert dieser Gegenstände zu verrechnen. A erhält also seinen Erbteil in Höhe von 1/3 des Gesamtnachlasswertes. Übersteigt der Wert der Schmuckstücke diesen Erbteil, so hat A eine Ausgleichspflicht gegenüber den Miterben B und C.

Streitige Auseinandersetzung:

Sind die Miterben zerstritten oder kommt keine Einigung zustande, besteht die Möglichkeit der Zwangsversteigerung.

Die rechtliche Problematik ist dabei jedoch sehr komplex. Eine genaue Prüfung der Einzelsituation ist erforderlich, so dass Ausführungen im Internet dafür ungeeignet sind. Bei Beratungsbedarf rufen Sie uns bitte an oder vereinbaren Sie einen Besprechungstermin.